Donnerstag, 19. März 2015

[Interview] Interview mit Serena C. Evans



Interview mit Serena C. Evans

Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.

Frage Nummer 1:
Wann hattest du die Idee zu deinem Buch? Wie bist du auf die Idee gekommen das Buch zu schreiben?
Antwort:
Die Idee für „Seth & William“ hatte ich schon vor einigen Jahren. Den genauen Auslöser kann ich gar nicht mehr nennen. Relativ am Anfang hatte ich das Bild im Kopf, wie Seth nachts auf der Dachterrasse steht. Er wirkte furchtbar einsam. Von da an wollte ich ihn und seine Geschichte unbedingt  „kennenlernen“.


Frage Nummer 2:
Liebe Serena C. Evans, wird es vielleicht einmal eine ergänzende Geschichte zu Seth und William geben, in der man mehr über ihre jeweilige Vergangenheit und natürlich auch über ihre gemeinsame Zukunft erfährt? Mich würde das sehr freuen.
Antwort:
Ich hatte bereits vor der Veröffentlichung (mehr im Spaß) versprochen eine Fortsetzung zu schreiben, wenn das Buch gut ankommt. Der Plan besteht noch und ich kann schon verraten, dass es in der Fortsetzung dann mehr um William gehen wird. Allerdings bin ich aktuell erst noch an anderen Projekten dran. Ihr müsst also noch ein bisschen Geduld haben, dafür gibt es bald schon neuen Lesestoff von mir.

Frage Nummer 3:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Meine Protagonisten sind reine Fiktion, auch wenn ich versuche viel Aspekte einzubauen, die ich selber kenne / bereits erlebt habe.
Der einzige, der ein reales Vorbild hat, ist Teddy, Williams Hund. Ich habe selbst zwei Hunde. Nanuk mag klein und weiß sein, aber vom Verhalten her sind er und Teddy Zwillinge.

Frage Nummer 4:
Wann hast Du angefangen zu schreiben? Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Antwort:
Ich habe schon mit 10-11 Jahren meine ersten Geschichten geschrieben (die meine Eltern alle aufgehoben haben, auch wenn ich sie mittlerweile eher peinlich finde). Außerdem habe ich früh ganze eigene Welten erfunden und habe oft meinen Freunden Geschichten erzählt.
Gefördert wurde das alles von meiner Mutter. Bereits als ich noch im Kindergarten war, haben wir regelmäßig ganze Nachmittage in der Bücherei verbracht. Ohne meine Liebe zu Büchern, wäre ich garantiert nie zum Schreiben gekommen. 

Frage Nummer 5:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
Ich bin Gelegenheitstrinkerin. In der Uni trinke ich viel mehr Kaffee als in den Semesterferien. Meine Dozenten sind zwar sehr nett, aber da brauche ich einfach Koffein (und der Kaffee dort ist sehr lecker).
Zuhause bevorzuge ich Cola Light oder Tee.

Frage Nummer 6:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Wie ich zum Schreiben kam steht bereits bei Frage Nummer 4. Autorin zu werden war lange mein absoluter Kindheitstraum, aber ich habe ihn nie für sehr realistisch gehalten. Das man als Autor nicht auf die Gnade eines Verlags angewiesen ist, habe ich erst vor gut einem Jahr erfahren. Trotzdem brauchte es noch viel Unterstützung einer tollen Freundin / Lektorin / Kollegin, damit ich mich an diesen Schritt getraut habe. Und jetzt ist es ein wahr gewordener Kindheitstraum (auch wenn es kitschig klingt).

Frage Nummer 7:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Eigentlich bin ich hauptberuflich Studentin (für Bibliothekswissenschaft), das Schreiben ist für mich also eher ein Hobby, aber in den Semesterferien kann ich mich dem ganz widmen.
Sehr viel Zeit und Arbeit investiere ich in den Austausch mit Lesern und Kollegen. Außerdem Plane ich regelmäßig Aktionen und Gewinnspiel. Meist fällt mir dann abends auf, dass das eigentliche Schreiben zu kurz kam und ich sitze oft noch bis spät in der Nacht dran. Obwohl es „nur“ ein Hobby ist, habe ich ein persönliches Ziel, wie viel ich jeden Tag mindestens schreiben möchte.

Frage Nummer 8:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Lange Zugfahrten. Ich sitze normalerweise jeden Tag drei Stunden im Zug. Es gibt nichts inspirierenderes als Musik zu hören (meine Favoriten sind dabei Lindsey Stirling oder Filmmusik), aus dem Fenster zu schauen und die Gedanken schweifen zu lassen. Da kommen mir immer die besten Ideen. Ich liebe es, mich da ganz in meine Geschichten vertiefen zu können.
Zusätzlich sind es überwiegend Kleinigkeiten, die Ideen wecken. Oft kommen die Ideen sehr spontan. Meist habe ich einfach das Bild einer Person oder eine Szene im Kopf und versuche dann herauszufinden wer das ist und welche Geschichte dazu gehört. Ein Blinddate mit den eigenen Protagonisten.

Frage Nummer 9:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Ich brauchte Eindeutig eine Pause. Es hat ein bisschen was von einer beendeten Beziehung, da es auch eine Form von Abschied ist. Nach dem beenden meines ersten Romans war ich richtig wehmütig.
Nach dem eigentlichen Schreiben kommen auch noch mehrere Überarbeitungen, das Buch geht an die Testleser und zu meiner Lektorin. Zwar hätte ich da wieder Zeit zum Schreiben, will das aber noch gar nicht. Erst wenn das Buch ganz fertig ist, habe ich wirklich den Kopf frei, um mich in die nächste Geschichte zu stürzen.

Frage Nummer 10:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Meine Titel laufen mir irgendwie immer am Anfang über den Weg. Bei „Seth & William“ war es eigentlich nur ein Arbeitstitel, der dann irgendwie geblieben ist. Auch für meine nächsten Bücher stehen die Titel bereits fest.

Frage Nummer 11:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Das Ende steht i.d.R. früh fest und bleibt dann auch so. Was sich allerdings beim Schreiben ändert, ist der Weg dahin. Oft kommen mir beim Schreiben noch spontan Ideen, die ich unbedingt mit einbauen will oder freche Protagonisten verselbstständigen sich. Es gibt also ein paar Umwege zum festgelegten Ziel.

Mein Arbeitsplatz.
Seit einem Unfall letzten Jahres, kämpfe ich mit einem kaputten Knie und kann nicht lange sitzen. Deswegen wurde das Sofa zum Schreibtisch umfunktioniert.
 



Dankeschön für das Interview Serena C. Evans.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel
Serena C. Evans’s Bücher:
Seth & William ~ http://amzn.to/18Cytgh
 
 
Autorenvita:
Keine Vorhanden!

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***HUHU, ich freue mich sehr das du den Weg zu mir gefunden hast. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße Isabel***