Dienstag, 20. Oktober 2015

[Interview] Isabella Benz

Interview mit Isabella Benz
Hallo,
Danke dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Am besten wir fangen mal mit einer einfachen Frage an.
Frage Nummer 1:
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Durchs lesen, oder war dir von Anfang an klar, dass du Schriftstellerin werden möchtest?
Antwort:
Sowohl als auch ;) Ich habe schon sehr früh damit angefangen, Bücher zu verschlingen, also mit 7 schon eigenständig gelesen, zwischen 8 und 10 dann auch ganze Wälzer wie beispielsweise den Herrn der Ringe. Mit 10 habe ich dann den Beschluss gefasst, selbst Schreiben zu wollen. Also, ja es kam durch die Leserei, aber es kam doch schon relativ früh.
 
Frage Nummer 2:
Brauchst Du Ruhe beim Schreiben oder läuft Musik im Hintergrund?
Antwort:
In der Regel brauche ich Ruhe. In Ausnahmefällen kann aber auch mal Musik laufen. Als ich die Tanzszenen zu „Als wir Charleston tanzten“ geschrieben habe, habe ich beispielsweise je nach aktuellem Tanz Walzer oder eben Charleston oder so gehört.

Frage Nummer 3:
Bist du auch so ein Kaffee Trinker wie viele andere Autoren?
Antwort:
Ich lieeeebe Kaffee! Allerdings vertrage ich leider nicht so viel davon, schlägt mir auf den Magen :‘( Deshalb steige ich während dem Schreiben doch häufiger mal auf Tee um, bin also wahrscheinlich nicht so ein richtiger Kaffeetrinker wie viele andere.

Frage Nummer 4:
Sind deine Protas reine Fiktion oder stehen Freunde/Bekannte sozusagen Pate?
Antwort:
Teils, teils. Häufig stehen Freunde oder Bekannte für gewisse Eigenschaften Pate, in meinem Fantasy-Epos „Vermächtnis der Hüter“ kann ich das relativ gut zuordnen. Allerdings entwickeln die Charaktere sich dann doch häufig anders und gewinnen noch einmal andere Züge, die zu ihren „Paten“ nicht mehr so ganz passen. In Historischen Romanen passiert das übrigens seltener, also lustigerweise ist das wohl für mich ein Proprium des Fantasy-Genres ;)

Frage Nummer 5:
Wie sieht der Alltag einer Autorin aus?
Antwort:
Da ich nicht nur Autorin sondern aktuell auch noch Studentin bin, kann ich nicht so wirklich von einem normalen Alltag sprechen. Bei mir ist das sehr phasenabhängig und diese Phasen sind über das ganze Jahr verteilt. Manchmal steht total das Schreiben im Vordergrund, dann kann ich 3-4 Stunden am Tag einfach tippen, nebenher Univeranstaltungen besuchen oder für Hausarbeiten recherchieren. Dann gibt es Überarbeitungsphasen, sei es eigenständige oder vom Lektorat betreute. Und wenn es in die Prüfungsphasen geht, bzw. die Hausarbeit letztlich geschrieben werden muss, stelle ich die Schreiberei auch mal für 1-2 Wochen komplett ab. Achso, Marketing läuft meist in jeder Phase nebenher ;)

Frage Nummer 6:
Und gibt es bestimmte Dinge die dich zu deinen Büchern inspirieren?
Antwort:
Orte! Bisher waren es immer irgendwelche Orte, die mich dazu inspiriert haben, dort eine Figur hinzusetzen und zu schauen, wie sie agiert. Deshalb reise ich auch unglaublich gerne durch die Gegend. Das muss gar nicht weit sein, auch Deutschland hat superspannende Orte zu bieten.

Frage Nummer 7:
Brauchst du zwischen den Büchern auch Pause oder kannst du gleich weiter schreiben?
Antwort:
Naja, die Pausen sind bei mir ja eher notgedrungen, siehe oben: Uni. Allerdings würde ich wahrscheinlich auch ohne diesen Zwang ab und an Pausen brauchen. 1-2 Tage sollten da aber genügen ;)

Frage Nummer 8:
Wann kommst du auf den Titel des Buches? Am Anfang des Schreibens? Oder ganz am Ende? Oder vielleicht auch mittendrin?
Antwort:
Das war bislang von Projekt zu Projekt unterschiedlich, kann ich also nicht pauschal beantworten. „Die Dämonen von Lorch“ hießen von Anfang an so. „Als wir Charleston tanzten“ und „Vermächtnis der Hüter“ haben relativ am Ende nochmal einen anderen Titel erhalten. Bei Kurzgeschichten war der Titel auch manchmal plötzlich in der Mitte da … lange Rede, kurzer Sinn: kommt alles Mal vor!

Frage Nummer 9:
Welche anderen Autoren liest Du selbst?
Antwort:
Am liebsten deutsche Autoren, gerne auch aus Verlagen, in denen ich selbst bereits veröffentlicht habe. Man fühlt sich den Leuten ja dann doch nochmal anders verbunden.

Frage Nummer 10:
Wenn Du ein Buch anfängst und das Ende geplant hast - kann es im Laufe des Schreibens passieren, dass Du das Ende umplanst? Oder hast Du nur eine grobe Übersicht was passieren soll?
Antwort:
Ich habe einen relativ genauen Plan, was wann passieren wird und bislang ist nie großartig etwas dazwischen gekommen. Außer am Abschluss des Fantasy-Epos, da wusste ich ehrlich gesagt nicht, ob eine der wichtigsten Figuren überlebt oder stirbt … aber wie ich mich am Ende entschieden habe, wird hier natürlich nicht verraten :p

Frage Nummer 11:
Wie viel steckt von dir selbst in den Protagonisten?
Antwort:
Punktuell stecken Eigenschaften von mir in meinen Protagonisten, aber im Großen und Ganzen würde ich nicht sagen, dass ich mich selbst in Geschichten hineinschreibe. Dazu entwickeln die Herrschaften meist doch ein zu starkes Eigenleben, bzw. sind eher von Beobachtungen meinerseits geprägt … also, wenn, kann man am ehesten Rückschlüsse darüber machen, wie ich die Welt und mein Umfeld wahrnehme und weniger, wie ich selbst dazu stehe.

Frage Nummer 12:
Über welches Genre schreibst du am liebsten?
Antwort:
Wie? Muss ich mich jetzt auf eines beschränken? Ohje … also, ich glaube am liebsten habe ich immer noch die Fantasy … aber das soll nicht heißen, dass die Historischen Romane ein Stiefkind wären …

Dankeschön für das Interview Isabella Benz.
Ich hoffe wir hören bzw. lesen noch viel von dir.
Schöne Grüße
Isabel

Bücher:
Die Dämonen von Lorch ~ http://amzn.to/1flteVK
Als wir Charleston tanzten ~ http://amzn.to/1g4uEEZ
Vermächtnis der Hüter ~ (folgt)

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***HUHU, ich freue mich sehr das du den Weg zu mir gefunden hast. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen. Schöne Grüße Isabel***